Fragen und Antworten zum Wildtiermanagement

Beteiligung im Nationalpark Schwarzwald

Beteiligung ist uns ein zentrales Anliegen. Es ist sogar im Nationalparkgesetz vorgeschrieben (§6 NLPG). Uns ist es dabei wichtig, über die Entwicklungen im Nationalpark und unsere Arbeit zu informieren und Ihre Ideen, Anregungen und wichtigen Aspekte aufzunehmen.

In diesem Sinne wird auch der Nationalparkplan unter Ihrer Beteiligung gestaltet und transparent entwickelt.

Beteiligung gliedert sich dabei in drei Bereiche: Information, Beratung und Mitbestimmung.

Je nach Inhalt und Rahmenbedingungen passen wir Umfang und Form der Beteiligung bei jedem einzelnen Themenbaustein (Modul) des Nationalparkplans individuell an. So hatten Sie bei manchen Modulen wie z.B. dem Wegekonzept, nicht nur die Möglichkeit, sich über Vorgehen, Vorhaben und Planung zu informieren, Sie konnten auch aktiv Ihre Ideen einbringen und uns beratend zur Seite stehen. Bei anderen Modulen wiederum steht die Information im Vordergrund.

Das Recht auf Mitbestimmung hat im Nationalpark ausschließlich der Nationalparkrat.

Einen kurzen Überblick, auf welchen Ebenen Beteiligung im Nationalpark Schwarzwald möglich ist, finden Sie in unten stehender Grafik:

Auf dieser Online-Plattform zum Modul Wildtiermanagement geht es um die Information.

Eine Beratung fand und findet weiterhin durch die Einbindung verschiedener Expertinnen und Experten bei der Modulentwicklung statt.
Bei der Onlineinformation haben Sie die Möglichkeit, sich ein Bild über die Pläne des Nationalparks zum Thema Wildtiermanagement zu machen. Vom 25. Juni bis zum 15. Juli konnten Sie Fragen zum Modul Wildtiermanagement stellen. Weiterhin konnten Sie die Standpunkte der fachlich betroffenen Akteure kennenlernen.

Weitere Informationen finden Sie in dem PDF-Dokument unterhalb des Absatzes.

Der Nationalpark Schwarzwald

Die Aufgaben der Nationalparkverwaltung sind äußerst spannend und vielfältig. Vorrangiges Ziel des Nationalpark Schwarzwald ist das Motto "Natur Natur sein lassen" und den Einfluss des Menschen so gering wie möglich zu halten. Einzelne Ökosysteme, wie z.B. die Grinden, die wertvollen Lebensraum für viele bedrohte Arten bieten, können aber ohne menschliche Pflege nicht bestehen und werden aktiv gefördert und geschützt. Der Nationalpark dient aber nicht nur dem Schutz der Natur sondern auch ganz elementar dem Menschen: Besucherinnen und Besucher können hier die wilden Schönheiten des Schwarzwalds mit allen Sinnen genießen und sich von der Hektik des Alltags erholen. Rechtliche Grundlage des Nationalparks ist das Nationalparkgesetz; die wichtigsten Ziele sind außerdem im Leitbild des Nationalparks formuliert.

 

Was ist der Nationalparkplan?

Eine der wichtigsten Aufgaben für die Nationalparkverwaltung in den nächsten Jahren ist die Erarbeitung des Nationalparkplans – einer Art „Betriebshandbuch“ für das Schutzgebiet – der planmäßig zusammen mit Nationalparkrat und -beirat und unter großer Beteiligung der Region erstellt wird. Das „Betriebshandbuch“ des Nationalparks umfasst alle wichtigen Ziele, Aufgaben und Themen, die in sogenannten Modulen zum Teil nacheinander, zum Teil gleichzeitig bearbeitet werden:

  • Arten- und Biotopschutz
  • Besucherzentren
  • Borkenkäfermanagement
  • Erholung und Gesundheit
  • Forschung und Dokumentation
  • Kooperationen
  • Leitbild
  • Natur- und Wildnisbildung
  • Tourismuskonzept
  • Verkehrskonzept
  • Waldmanagement
  • Wegekonzept
  • Wildtiermanagement
  • Zonierung

Die Region wird dabei umfassend beteiligt. Verabschiedet wird der Nationalparkplan schließlich vom Nationalparkrat. Unmittelbar nach Abschluss eines Moduls beginnt die jeweilige Umsetzungs- und auch Fortschreibungsphase.

Das Nationalparkgesetz legt fest, dass innerhalb von fünf Jahren nach Einrichtung des Parks – also spätestens Ende 2018 – der Nationalparkplan erarbeitet sein muss.

Mehr Informationen zum Nationalparkplan und den einzelnen Modulen finden Sie auf der Internetseite des Nationalparks: https://www.nationalpark-schwarzwald.de/nationalpark/aufgaben-ziele/